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Ausflug Frauengymnastik 2017

Wir waren 1950 in Besigheim ...

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Willi holte uns aus den einzelnen Teilorten mit dem Bus ab und gegen 11.30 Uhr brachen wir Richtung Hessigheim/Besigheim auf. Auf dem Kochertalparkplatz gab es erst mal Sekt und Bretzeln zur Begrüßung.

Weiter ging´s dann direkt nach Hessigheim zur Gärtnerei Rosen-Hammer, diese ist bekannt für Ihre selbstgezüchteten Rosensorten. Es gab alle Vielfalt von Farben und Düften verschiedener Busch-, Kletterrosen sowie schönen Rosenstämmchen, Dekorationsmaterial und Fensterblümlesmarkt. Nach dem Besuch der Gärtnerei fuhren wir in die Felsengartenkellerei im gleichen Ort, dort gab es eine Kleinigkeit zum Essen zur freien Auswahl, Grillwurst, Pommes, Kaffee und Kuchen, Vesper und vor allem den guten Felsengartenwein. Schlecker, lecker. Dort gab es auch die Gelegenheit Wein einzukaufen.

Gestärkt mit bester Laune ging´s nach Besigheim zur Stadtführung. Dort wurden wir mit den Worten empfangen: „Lauder Weiber, habt Ihr am hellichten Samsdag nix zum do ?“. Daraufhin entschuldigte sich Frau Sudmann, die Stadtführerin für den Alfred, der hier in Besigheim wohnt und uns mit den anderen Schauspielern durch das Städtchen im Jahr 1950 führte. Am Versammlungsgebäude empfing uns der Pfarrer mit einem Kirchenlied und der Einladung zur Erbauungsstunde um 20.00 Uhr. Am Backhäuschen wartete Alfred´s Frau, die Brot gebacken hatte und Ihren verirrten mit ein paar Viertele versehenen Ehemann suchte. An der Stadtmauer wurde uns mitgeteilt, dass es hier eine Badestelle am Neckar gab, der dann später 5 km weiter umgeleitet wurde. Dabei begrüßte uns ein Künstler und eine Dame aus dem Osten, die die Muse und die Kunst von den Ost-Vertriebenen mit nach Besigheim gebracht haben. Dazwischen immer noch das Schauspiel zwischen der verliebten Lisbeth und Ihrem Flüchtlingsjungen, welches Ihr Vater Anselm nicht entdecken durfte.

An der Kirche angekommen empfing uns der Pfarrer und zeigte den Riemenschneideraltar, der kurz vor 1945 abgebaut wurde um ihn vor dem befürchteten Entzug der Alliierten zu schützen. Aus der Kirche draußen, schrie uns Anselm aus dem Gefängnis entgegen, dass ihm seine Tochter Lisbeth eine Leiter für den Ausbruch bringen sollte. Zum Ende kamen wir noch am Lustschlösschen vorbei, wo der Maler mit seinen drei Musen sich der Kunst hingaben. Auf dem Rückweg endete die Besichtigung am Badhaus mit einem Lobeslied auf Besigheim, wo alle mitgesungen haben und viel Applaus für die Schauspieler. Am Ende tauschten wir uns noch bei einem guten Gläschen Felsengartenwein mit den Besigheimern aus und lobten nochmals den einmaligen Stadtrundgang,es war wie in einem Freilichttheater und wir mitten im Geschehen.

Der Bus bracht uns nun auf die Höhen der Felsengärten von dort wanderten wir auf wildromantischen Pfaden durch Wälder, Felder und Weinberge über Stäffele mit grandiosen Aussichten zur Felsengartenkellerei nach Hessigheim hinunter. Sogar Kletterer erklimmten die Felsengärten.

Einkehr war dann in den Gässlesstüble in Hessigheim, welches schon schön für uns eingedeckt war. Wir saßen in der ausgebauten Scheune umringt von Weinflaschen aus der guten Weingegend und ließen es uns bei einer ausgesuchten Speise- und Weinkarte gut gehen. Zum Schluss entdeckten wir noch einen Wein, der hieß Nix mit den weisen Spruch auf dem Etikett, auch wenn Du vier Flaschen Nix getrunken hast, hast du Nix getrunken.

Es war ein schöner Ausflug und ich hab schon eine Idee für nächstes Jahr.
Hoffentlich geht Ihr wieder alle mit, vielleicht nächstes Jahr auch mit den Freizeitlern….

Eure Silke